Heidi List Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Polyrik

Kolumnen | Heidi List | aus FALTER 48/14 vom 26.11.2014

Heute lernte ich was Neues. Hat man einige Zeit keine Lust auf Sex aus verschiedenen Gründen, so spricht der Experte von einer "gestörten Appetenz". Gut, was? "He, keine Appetenz heute!" Apropos gestört. Ich habe mir absichtlich die Popofotos von Kim Kasachstan angesehen, oder wie die heißt. Er ist schön poliert ausgestellt. Wie kann der 2014 für Aufmerksamkeit sorgen?

Man muss sich gar nicht die Halsschlagadern piercen lassen oder die Darminnenwände tätowieren, damit man auffällt. Der gute alte Arsch sorgt immer, seit immer, für immer für gute Laune. 25 Prozent der Männer schauen den Frauen ja angeblich zuerst auf den Po, mehr als auf den Busen. Die spezifische Popoform der Frau verteilt sich wie folgt: 15 Prozent tragen Birne (schmale Taille, ausladendes Becken), zehn Prozent haben Apfel (rund, klein, muskulös, straff), 45 Prozent der Pöpsche heißen Tomate (rund, prall), 30 Prozent der Frauen haben Kartoffel (sehr groß, breit).

Da waren Lyriker am Werk bei der Benamsung. Na ja, ab einem gewissen Alter verwischen die Grenzen wohl sowieso in Richtung allgemeiner Gemüseauflauf.


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