Kommentar Bildung

Schulpolitik: die Industrie und ihr Wunsch nach Revolution

Falter & Meinung | Georg Koenne | aus FALTER 48/14 vom 26.11.2014

Es war ein guter Tag für Österreich, als die Industriellenvereinigung letzte Woche ihr neues Bildungskonzept vorgestellt hat. Es weht ein Wind der Erneuerung in diesen Zeilen, denn gefordert wird in aller Deutlichkeit eine ganztägig offene Gesamtschule bis 14.

Jetzt ist es nicht ganz neu, dass die IV einen progressiven Kurs in Bildungsfragen fährt. Schon der Präsident Veit Sorger unterstützte das Bildungsvolksbegehren, und sein Nachfolger, Georg Kapsch, ist bekannt dafür, sich in Bildungsfragen auch einmal weit aus dem Fenster zu lehnen.

Das ist gut, und es gebührt ihm dafür Anerkennung. Denn diesmal war die Botschaft von Kapsch noch deutlicher: Er fordert wörtlich die Bildungsrevolution. Eine Einsicht, die er übrigens mit dem ehemaligen Personalchef der Deutschen Telekom Thomas Sattelberger teilt.

Es ist wahrlich bemerkenswert, wenn hochrangige Repräsentanten von Industrie und Wirtschaft eine Revolution befeuern - wenn auch "nur" im Bildungssystem. Da muss schon einiges schieflaufen,


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