Warum wir mehr Süden wagen sollten

Ein Buch als Anstiftung, das Leben anders zu betrachten und damit nebenbei Europa zu retten

Rezension: Werner A. Perger | Politik | aus FALTER 48/14 vom 26.11.2014

Vielleicht könnte uns die ganz andere Philosophie weiterbringen, die in einem andalusischen Volkslied steckt. Sebastian Schoepp, der Autor des neuesten europäischen Überlebenshilfebuches ("Mehr Süden wagen"), zitiert es in einem Kapitel mit dem richtungsweisenden Titel "Lob der Siesta":"Jedes Mal, wenn ich daran denke, dass ich einst sterben muss, breit' auf dem Boden ich die Decke und schlaf mich richtig aus."

Das ist eine sympathische Fundsache und es ist auch eine Art Leitmelodie in diesem ebenso sympathischen wie anregenden Buch. Der Autor, im Politikressort der Süddeutschen Zeitung für Spanien und Lateinamerika zuständig, versteht es als eine Art Kompass für unseren etwas orientierungslos vor sich hinwerkelnden Kontinent.

Ein Kompass, der helfen soll bei der Suche nach der verlorenen Idee des Ganzen und nach einem Weg zwischen "angloamerikanischem Anhäufungszwang" und dem Nachholwachstumswahn der Schwellenländer.

Schoepp sieht im Zusammenleben der Kulturen die Chance für den

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