Film Neu im Kino

Der neue, "halbe" Allen "Magic in the Moonlight"

Lexikon | SABINA ZEITHAMMER | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014

Nach seinem Erfolg mit dem bitteren Werk "Blue Jasmine" wandelt Altmeister Woody Allen wieder auf romantischen Pfaden. "Magic in the Moonlight" erinnert nicht nur dem Klang seines Titels nach an "Midnight in Paris": Verschlug es Owen Wilson darin allabendlich in eine Parallelwelt der 1920er-Jahre, ist Allens neuer Film gänzlich in dieser Zeit angesiedelt. Der britische Zauberer Stanley (Colin Firth) begibt sich nach Südfrankreich, um die junge Amerikanerin Sophie (Emma Stone) zu überführen, die sich als Medium Zugang zur Upperclass verschafft hat. Ihre Fähigkeiten ziehen den zynischen Misanthropen jedoch bald in ihren Bann. Mit der Verschränkung von Magie und Liebe ist Allens neuer Film zwar kurzweilig sowie in der sommerlichen 1920er-Jahre-Ausstattung sehr ansehnlich. Firth und Stone liefern solide Leistungen, die verbal gelegten Funken entfachen auf der emotionalen Ebene aber keinen Brand. Wohl gibt es Allen'sche Wortgefechte, doch auch Witz und Intellekt sind diesmal weniger ausgefeilt. Im Vergleich zu anderen Werken Allens erscheint "Magic in the Moonlight" so als halbe Portion.

Ab Fr in den Kinos (OF im Artis und Burg)


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