GLOCK GEGEN GLOCK

Gaston Glock ist der geheimnisvollste Waffenproduzent Österreichs. Über ihn ist wenig bekannt. Nun beginnt seine Ex-Frau zu erzählen. Ein Besuch bei ihrem kampfbereiten US-Anwalt und einem Ex-Detektiv Glocks

SPURENSUCHE: WOLFGANG ZWANDER / ATLANTA, NEW YORK, VELDEN | Politik | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014


Foto: Archiv

Foto: Archiv

Ein nebliger Mittwochnachmittag, auf dem Friedhof in Velden am Wörthersee warten 200 Herren in Schwarz auf einen Mann, der nicht und nicht kommen will. Ein Trompeter bläst Trauermelodien, Securitys postieren sich dezent unter Nadelbäumen, die Gäste tragen schwere Mäntel, Sonnenbrillen und Gehstöcke mit Silberknäufen. Einige von ihnen sind aus den USA angereist. Sie haben von der auf Deutsch gehaltenen Trauerpredigt des Klagenfurter Militärpfarrers wohl nur ein Wort verstanden: „Glock“.

Der Pfarrer nahm es vor der Runde von Waffentechnikern mit der christlichen Friedensliebe nicht zu genau. So sagte er in seiner Rede: „Der Betrauerte hat für einen genialen Mann gearbeitet. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich weiß, wovon ich spreche. Ich habe seit 27 Jahren eine Glock in meinem Stahlschrank.“

Der Tote, bei dessen Begräbnis vor drei Wochen diese Worte fielen, war Reinhold Hirschheiter. Der Wahl-Kärntner arbeitete über Jahrzehnte an führender Stelle im Glock-Pistolen-Imperium, in dem mehr als 1000 Menschen beschäftigt sind. Zuletzt war er technischer Direktor und Geschäftsführer. Intern trug er den Titel: die Nummer zwei.

Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige