Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Rassismusvorwürfe an den Falter! Dazu mein Weihnachtswunsch


Von Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014

Der afroamerikanische Autor Ta-Nehisi Coates, der Columbia Journalism Review zufolge "der meistgefeierte Journalist, der heute über Rassenfragen schreibt", las vor ein paar Jahren im New Yorker Lokal Russian Samowar Poesie des als politisch unkorrekt geltenden wunderbaren US-Lyrikers Frederick Seidel vor.

Coates wählte für seine Lesung ein Gedicht, in dem sich Seidel an seinen rassistischen Vater erinnert, der einen alten afroamerikanischen Bediensteten "Boy" nennt. Auch das Wort "Negro" kommt vor. Coates begründete seine Wahl so: "Diese Gedichte zu lesen war, als steckte ich für einen Augenblick in jemand anderes Haut. Und auch, (...) als würde ich mich dort selbst an den Knochen finden. Es ist menschlich, in Brutalität zu schwelgen - Rasse ist für diese Tatsache unerheblich. Es ist menschlich, in Schönheit zu schwelgen - Rasse ist für diese Tatsache unerheblich."

Welch großmütige Haltung! Wir hier müssen mit kleinerer Münze rechnen. Dem Falter wurde in den vergangenen Wochen

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