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Kurdische Filmtage mit "My Sweet Pepper Land"

Lexikon | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014

Der neue Film von Hiner Saleem spielt im befreiten Kurdistan nach Saddam Hussein. Halb beißende Satire, halb Western erzählt "My Sweet Pepper Land" die Geschichte eines gewissen Baran, der im Unabhängigkeitskrieg gekämpft hat, und nun vor seiner Mutter, die ihn verkuppeln möchte, in ein gottverlassenes Kaff an der irakisch-türkischen Grenze flieht, um als Polizeikommandant für Recht und Gesetz zu sorgen. Wie nötig das ist, daran lässt schon die Eröffnungsszene keinen Zweifel: "Ich bin stolz", verkündet ein Beamter da, "denn zum ersten Mal in unserer modernen Demokratie wird heute ein Todesurteil vollstreckt!" In bester Westerntradition steht der Held (Korkmaz Arslan) ganz allein, nur die fesche Lehrerin Govend bleibt an seiner Seite. MO Im Filmhauskino, Sa 21.00 (OmU)


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