Fußball Glosse

Als Fußball noch ein Sport für Narren war

Stadtleben | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014

Nach dem letzten Heimspiel der Herbstsaison vermeldet Rapid stolz den höchsten Zuschauerschnitt seit 1952/53: Im Durchschnitt sahen 13.800 Zuschauer die Heimspiele, das sind 1000 mehr als im Vorjahr. Logisch: Rapid spielt derzeit ja im Happel-Stadion. Das ist bei den Fans zwar nicht so beliebt wie das Hanappi, es passen aber viel mehr rein. V iel erstaunlicher sind die aktuellen Rekordwerte, wenn man sie mit den 80er-Jahren vergleicht. Damals war Rapid richtig gut, es spielten Krankl oder Panenka - und trotzdem kamen zu den Meisterschaftsheimspielen im Durchschnitt nur 5000 Leute. Nicht, dass Fußball damals eine Randsportart gewesen wäre. Aber auf den Platz ist man nur gegangen, wenn es wirklich um was gegangen ist (Europacup, Derby); zu Spielen gegen Admira oder den GAK kamen nur die Narren. Heutzutage kommen sogar gegen Wiener Neustadt 12.300 Leute. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass Rapid heutzutage wirklich jeden Punkt braucht.


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