Kunst Kritik

Too much: die entführten Filme vom Kidnapper

Lexikon | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014

Der US-Künstler Gareth Long zeigt in seiner Schau "Kidnappers Foil" historisches Filmmaterial aus den 1930er-bis 1950er-Jahren. Alle 15 Streifen, die der Filmemacher Melton Barker in verschiedenen Städten gedreht hat, haben denselben Plot: Mit Laien, vor allem Kindern, drehte er gegen Honorar immer wieder die gleiche Entführungskomödie, die dann im lokalen Kino gezeigt wurde. An sich wäre dieser Ausflug in die Geschichte des Amateurfilms charmant, aber leider ist Longs Präsentationsweise grauenvoll. Im wandlosen Saal laufen die Kurzfilme simultan auf den Wänden und auf von der Decke hängenden Leinwänden. Dieses viele Geflimmer irritiert enorm, zudem überlagern sich die schlechten Tonspuren, außer man benützt die wenigen Kopfhörer. NS Kunsthalle Wien, bis 18.1.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige