Die große Not und das kleine Glück

Die Stadt verbietet das kleine Glücksspiel. Ein seltenes Lehrstück vom Sieg der Demokratie über das Geld


Kommentar: Florian Klenk
Falter & Meinung | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014

Man kann der rot-grünen Stadtregierung für diesen Entschluss gar nicht oft genug danken: Angetrieben vom soeben nach Deutschland ausgewanderten SPÖ-Denker Nikolaus Kowall (Sektion 8) hat sie vergangene Woche beschlossen, den Wildwuchs an Glücksspielautomaten zu stoppen.

Es wird, so das Versprechen, außerhalb von großen (und kontrollierten) Spielhallen keine einarmigen Banditen mehr geben. Spielsüchtige werden ihren Monatslohn nicht mehr an jeder Ecke verlieren und ihre Familien in die Not reißen können.

Man könnte dieses vergleichsweise kleine kommunalpolitische Gesetz auf einer Randspalte vermelden. In Wahrheit steckt dahinter ein Lehrstück in Sachen Demokratie - und ein publizistischer Erfolg unserer Zeitung.

Sieben Jahre lang haben wir die Leidensgeschichten einer wachsenden Schar zerstörter Spieler dokumentiert und die dubiosen Geschäftspraktiken der Glücksspiellobby aufgedeckt. Im Zentrum der Kritik stand ein politisch bestens vernetzter Gumpoldskirchner Weltkonzern: die

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