Revolution auf zwei Beinen

Fußgängerei ist gesund, umweltfreundlich und würde die Stadt verändern

Stadtleben | Bericht: Birgit Wittstock | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014

Was unterscheidet den Menschen von anderen Säugetieren? Die Daumen zum Beispiel, ja; der Einsatz von Werkzeug, die Kultivierung von Pflanzen oder die Nutzung des Feuers. Nichts hat den Menschen aber evolutionär so weit nach vorn katapultiert wie seine Fähigkeit, aufrecht zu gehen.

Heute, ein paar Millionen Jahre später, wird Gehen längst nicht mehr als Fortschritt, sondern als lästiges Übel empfunden. Rolltreppen, Aufzüge, Förderbänder - egal wie, wir versuchen, das Gehen zu vermeiden, und Fortbewegungsmittel wie Fahrräder, Züge, Flugzeuge oder allen voran das Auto stehen für Individualität und Freiheit. Fahrzeuge als Symbole für Status und Gesinnung. Das Zu-Fuß-Gehen, die demokratischste Art und Weise, am Verkehr teilzunehmen, ist etwas für jene, die sich kein anderes Transportmittel leisten können. Das zeigt auch der EU-Vergleich: So wird in den beiden ärmsten EU-Ländern, Rumänien und Bulgarien, am meisten zu Fuß gegangen.

In Wien gehören durchschnittlich 67 Prozent


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