7 Sachen, die Sie über IGEL eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014

Sollten die denn nicht schon Winterschlaf halten?

Eigentlich ja. Das Problem ist nur, dass viele Igel in Wien keine geeigneten Winterquartiere mehr finden und deshalb immer noch auf der Suche nach einem geschützten trockenen Plätzchen durch die Gärten irren.

Wo überwintern Igel normalerweise?

Am liebsten in Laubhaufen. Aber weil die meist verbrannt oder weggeräumt werden, wird es für die Igel zusehends schwieriger, eine Bleibe zu finden.

Und was nun?

In der Donaustadt wurden jetzt eigene Winterquartiere für die streng geschützten Igel errichtet.

Igel-Hotels?

Könnte man so sagen: große Fünf-Sterne-Laubhaufen mit Reisigdach und eigenem Bodyguard.

Was heißt mit Bodyguard?

Die Biologen von der MA 22 rücken regelmäßig aus, um zu kontrollieren, ob die Igel-Hotels nicht von Hunden oder spielenden Kindern zerstört wurden oder ob sie gerichtet werden müssen.

Was soll man tun, wenn man zu dieser Jahreszeit einen Igel findet?

Am besten, man bringt ihn zum Verein Wildtierhilfe Wien. Dort werden sie aufgepäppelt, können überwintern und werden im Frühjahr wieder ausgewildert. Generell kann man als Gartenbesitzer den Igeln helfen, indem man Laubhaufen über den Winter liegen lässt.

Womit kann man Igel füttern?

Keinesfalls darf man Igel mit Milchprodukten füttern, weil sie vom hohen Laktosegehalt Koliken und Durchfall bekommen und sterben können. Am besten gibt man ihnen Insekten oder notfalls auch Katzenfutter.


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