Muss zerschlagen werden?

In Brüssel wird eine Zerschlagung Googles diskutiert. Aber ist das kartellrechtlich überhaupt möglich? 13 Fragen und Antworten zum aktuell wichtigsten kartellrechtlichen Verfahren in der EU

Medien | Analyse: Ingrid Brodnig | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014

Eine Zerschlagung ist (neben der Enteignung) so ziemlich das Schlimmste, was der Staat einer Firma antun kann. Nichtsdestotrotz wird in Brüssel allen Ernstes über eine mögliche Zerschlagung Googles gesprochen, zumindest entnimmt man dies derzeit allen Medien. Was ist an dem kartellrechtlichen Verfahren gegen Google wirklich dran? Eine Erklärung:

Warum reden denn jetzt alle von einer Zerschlagung Googles. Wird diese wirklich von der EU geplant?

Nein, keineswegs. Vergangene Woche stimmten die EU-Abgeordneten lediglich über eine unverbindliche Resolution ab. Darin fordern die Europa-Parlamentarier die Kommission zum Nachdenken auf, ob man "Suchmaschinen von anderen kommerziellen Dienstleistungen abkoppeln" sollte. Diese Resolution klingt vage, aber natürlich geht es hier um Google, das enorme Marktmacht im Web hat. Neun von zehn europäischen Suchanfragen laufen über den Suchmaschinenriesen, der auch viele andere Dienste anbietet, von Landkarten (Google Maps) bis hin zum digitalen Postfach


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