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Weniger kantig, weichere Formen, mehr Platz im Inneren: Wien bekommt ab 2018 neue Straßenbahnen

Stadtleben | Stilkritik: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014

Schon klar, der Unternehmensgründer hieß halt so. Aber im Namen Bombardier versteckt sich schon ein bisschen die Bombe, und die haben die Wiener Linien vor einigen Tagen mit der Ankündigung platzen lassen, dass Bombardier bei der europaweiten Ausschreibung für bis zu 156 neue Niederflurstraßenbahnen zum Zuge kommen wird.

Das Unternehmen, das in Wien Donaustadt Schienenfahrzeuge für die ganze Welt produziert, hat damit Siemens den prestigeträchtigen Auftrag (das Auftragsvolumen beträgt 562 Millionen Euro) weggeschnappt. Siemens hat ebenfalls in Wien ein Werk und war bislang zuständig für den städtischen Niederflurfahrzeugpark.

Ist es nun gut oder schlecht, dass Bombardier ab 2018 die neuen Bims liefert? Die Experten werden sich, davon ist auszugehen, für die beste Lösung entschieden haben. Plus: Die Niederflurstraßenbahnen-Alternative zum Siemens-ULF von Bombardier - ihr Name lautet "Flexity" - wird mit ihrer zumindest für Wien neuen Formensprache das Straßenbild verändern.


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