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Ein Feldwebel als Retter: "Die Banalität des Guten"

Lexikon | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014

In seinem Buch "223 oder Das Faustpfand" rollte der niederösterreichische Autor und Historiker Manfred Wieninger das SS-Massaker an ungarischen Juden nahe Persenbeug 1945 als Dokufiction auf. Sein neues Werk ist das als "Roman in Dokumenten" ausgewiesene Buch "Die Banalität des Guten. Feldwebel Anton Schmid". 1900 in Wien geboren, führte er mit seiner Frau ein Elektro-,Foto-und Radiogeschäft. 1939 wurde er zur Wehrmacht einberufen, ab leitete er in 1941 in Wilna/Vilnius die Sammelstelle für versprengte Soldaten. Als Massenerschießungen begannen, rettete Feldwebel Schmid Juden aus dem Ghetto. Im Jänner 1942 wurde er verraten und kurze Zeit darauf hingerichtet. Manfred Wieninger spricht mit Martha Keil (Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten), Maria Harpner liest. Anmeldung erforderlich: info@esra.at. SF Esra, Do 19.30


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