"Die Griechen verhungern"

Die griechische Sonntagszeitung To Choni berichtet kritisch über den harschen Sparkurs und die Regierung in Athen. Mitgründer Emmanouil Kaklamanos wird nun in Wien dafür geehrt

Medien | Interview: Ingrid Brodnig | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014

Emmanouil Kaklamanos tat etwas, das wohl die wenigsten Journalisten tun würden. Inmitten der griechischen Krise gründete er mit einem Kollegen eine neue Zeitung, um kritisch über die Regierung zu berichten. Seine Arbeit wird kommende Woche in Wien mit dem Press Freedom Award von den Reportern ohne Grenzen ausgezeichnet, auch der TV-Sender Okto widmet den Zuständen der griechischen Medienlandschaft eine eigene Sendung. Der Journalist erzählt über die unsauberen Vorgänge in seinem Land.

Falter: Herr Kaklamanos, Ihre Zeitung hat über bedenkliche Gesetze in Griechenland berichtet. Was war so schlimm an ihnen?

Emmanouil Kaklamanos: Unsere Recherche enthüllte eine Reihe verfassungswidriger Gesetze, die mittlerweile von der Regierung abgesegnet wurden. Ziel dieser Gesetze war es, den Verkauf von extrem wertvollen staatlichen Besitztümern zu erleichtern, ein Schritt, um die Schulden des griechischen Staates zurückzuzahlen, der jedoch unser Volk umso ärmer macht. Ein Beispiel: Im Februar


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