Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 49/14 vom 03.12.2014

Pop

Wu-Tang Clan: A Better Tomorrow

Der Flohzirkus aus New York war die bedeutendste Hip-Hop-Gruppe der 1990er. In den Nullerjahren wurde es ruhiger um den Wu-Tang Clan, die Mitglieder verfolgten Solokarrieren, der Überfreak Ol' Dirty Bastard ist 2004 jung verstorben. "Still Number One", heißt es zu Beginn dieses Comebacks immer wieder, aber das bleibt Wunschdenken. Schlecht ist das Album keineswegs, aber etwas unaufregend und gegen Ende einen Tick zu anbiedernd poppig. Von der einstigen Magie ist da kaum was zu spüren. (Warner) GS

Jazz

Jazzwerkstatt Wien NE: Sympathikus ...

"Sympathikus - Parasympathikus" enthält zwei halbstündige Suiten im Zeichen nervöser Balance. Zuerst von Sekunde eins an forsch nach vorne preschend und durch die Gäste Agnes Heginger (Gesang) und Sixtus Preiss (Elektronik) auf verschärfte Heftigkeits-Levels geschraubt; das Stammquartett des New Ensemble dampft auch deftig dahin. Zwischen Kammer, Klangforschung, Drones und langgezogenen Gesangslinien bietet der ruhigere Teil zwei eine ebenso große Palette satt ausformulierter Musik. (Jazzwerkstatt Records) DMK

Klassik

Bartolomey &Bittmann: Meridian

"Grenzen sprengen" lautet das Motto von Matthias Bartolomey (Cello) und Klemens Bittmann (Violine, Mandola). Seit zwei Jahren spielen die beiden Musiker miteinander, ihr Debüt "Meridian" bewegt sich zwischen Klassik, Jazz und Folk. Alle 13 Stücke, die "Karussell","Refugium" oder "Erster Schnee" heißen, entstanden aus der gemeinsamen Improvisation und zeigen die musikalische Vielfalt des jungen Duos. Da wird gezupft und getrommelt, gesungen und gegroovt, dass es nur so eine Freude ist. (milchrecords) MDA


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