Stell dir vor, du bist ein Dreieck

Mira Lobes Klassiker "Das kleine Ich-bin-ich" hat mehrere Kindergenerationen selbstbewusster gemacht

Feuilleton | Hommage: Marianne Schreck | aus FALTER 50/14 vom 10.12.2014

Die Kinderbuchautorin Mira Lobe (1913-1995) und die Illustratorin Susi Weigel (1914-1990) schafften mit ihrem beliebten Kinderbuchklassiker jenen Moment, mit dem wohl die drängendsten Bereiche des menschlichen Gefühlshaushaltes eine Erlösung erfahren sollten: "Ich bin ich!" Angesichts der über 900.000 verkauften Exemplare des 1972 im Verlag Jungbrunnen erschienenen Buches und der stattlichen Präsenz in Österreichs öffentlichen Büchereien könnte man meinen, dass es sich um einen kollektiven Erlösungssatz handelt.

"Denn ich bin, ich weiß nicht mehr, dreh mich hin und dreh mich her, dreh mich her und dreh mich hin, möchte wissen, wer ich bin." Es sind die lautmalerisch hübschen Reime und die fröhlichen Farben und Formen, die dem naiven Etwas mit den großen Knopfaugen, bestehend aus Quadraten und Dreiecken, auf der Suche nach der eigenen Identität ein überaus ansprechendes Wesen verleihen.

Ein so einfacher wie bestechender Clou der beiden war die Bastelanleitung für "Das kleine


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