Präsidentin? Ich? Wie traurig!

Die Hypo-Kommissions-Chefin Irmgard Griss über offene Fragen und ungewollte Popularität

Politik | Interview: Barbara Tóth | aus FALTER 50/14 vom 10.12.2014

Irmgard Griss (68) kann sehr schnell zum Punkt kommen. Das hat die Leiterin der Untersuchungskommission zur Causa Hypo Alpe Adria schon im "ZiB 2"-Studio bewiesen. Dort sprach sie aus, was das Land sich ohnehin schon gedacht hatte. Die Politik und die politischen Kontrollinstitutionen haben bei der Notverstaatlichung und Abwicklung der ehemaligen Kärntner Landesbank durchgehend versagt, auf allen Ebenen und über all die Jahre hinweg. Ihr Auftritt brachte ihr viel Applaus ein - und justament den Ruf in die Politik, die sie so scharf kritisiert hat: als Präsidentschaftskandidatin.

Frau Griss, man schlägt Sie als Präsidentschaftskandidatin vor, die Medien und einzelne Politiker wie Neos-Chef Matthias Strolz greifen das begeistert auf. Verstehen Sie Ihre plötzliche Popularität?

Irmgard Griss: Eigentlich muss sie traurig stimmen, weil sie zeigt, wie sehr Medien und Politik zur Personalisierung neigen. Das habe ich bereits nach der Präsentation unseres Berichts zur Hypo bemerkt. "Wer ist


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige