Spiel was Gscheits!

Und wieder bringt das Christkind Tonnen von Büchern. Warum schenken Eltern nicht mal ein Computerspiel?

Plädoyer: Sebastian Fasthuber | Feuilleton | aus FALTER 50/14 vom 10.12.2014


„Ludwig“, Foto: playludwig.com

„Ludwig“, Foto: playludwig.com

Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder. Schon vor der Geburt wird die Wohngegend großräumig nach dem perfekten Kindergarten abgegrast. Spätestens mit dem Eintritt in den Kindergarten beginnt die Suche nach der passenden Volksschule. Und natürlich ist man insgeheim verdammt stolz, wenn der Nachwuchs am ersten Schultag schon lesen und schreiben kann. Nicht umsonst hat man ihm so viel vorgelesen.

Gute Eltern legen ihren Kindern deshalb Bücher unter den Christbaum. Denn die machen schlau und regen die Fantasie an. Kinderbücher sind in der Tat eine wundervolle Erfahrung – einmal vorausgesetzt, es gelingt, die Rosinen aus der Unmenge an Titeln herauszupicken (siehe auch S. 30). Der elterliche Umgang mit ihnen ist aber nicht frei von Heuchelei und Bildungsdünkel.

Wie kein zweiter Gegenstand im Kinderzimmer symbolisiert das Kinderbuch, dass hier Eltern etwas verdammt richtig machen. Je mehr Bücher, umso richtiger. Wo Kinder früher mit ein paar Bänden glücklich waren, haben heute nicht wenige Erstklassler schon ein eigenes Regal mit Lese- und Schaustoff zur Verfügung.

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