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Pressekolumne

Medien | Barbara Tóth | aus FALTER 50/14 vom 10.12.2014

Wolfgang Fellner gegen Helmut Brandstätter, Österreich gegen Kurier. Die beiden machtwie selbstbewussten Herausgeber schenken einander wirklich nichts. Letzter Anlass für letztklassige Auslassungen war die Präsentation des Buches "So kann Europa gelingen" von Kurier-Europaexpertin Margaretha Kopeinig (die auch eine exzellente Jean-Claude-Juncker-Biografie geschrieben hat) und Brandstätter in Berlin. Mit dabei war auch Bundeskanzler Werner Faymann.

Wieso Faymann? Das fragten sich viele. Vielleicht weil sich der Kanzler den Kurier-Chef als nächsten ORF-GI wünscht? Was Österreich dazu schrieb, war an Untergriffigkeit kaum zu überbieten. Wie Faymanns "Jubel-Perser" verhalte sich Brandstätter, ätzte es. In der Morgenausgabe änderte man die Formulierung; Brandstätter versuche "sich peinlich anzubiedern", hieß es nun. Wer so wütend in die Tasten gehämmert hatte, blieb unklar. Der unfeine Text erschien ohne Autorenzeile.


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