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IT-Kolumne

Medien | INGRID BRODNIG | aus FALTER 50/14 vom 10.12.2014

Endlich! Die Ära von Captcha neigt sich dem Ende zu. Captchas sind jene Tests im Internet, bei denen man Buchstaben und Zahlen eingeblendet bekommt, die man dann in ein Feld eintragen soll. Dies dient der Kontrolle, ob tatsächlich ein Mensch vor dem Rechner sitzt oder ein "Bot", also ein Computerprogramm, das sich als Mensch ausgibt und zum Beispiel Spammeldungen verbreitet.

Jedoch: Captchas funktionieren nicht. Kluge Bots können laut Google schon 99,8 Prozent aller Captchas korrekt ausfüllen (was bemerkenswert ist: Selbst ich kann nicht 99,8 Prozent aller Captchas richtig beantworten, weil die oft schwer lesbar sind). Google hat nun ein neues Verfahren entwickelt namens reCAPTCHA. Man klickt auf ein Kästchen, das sagt: "I'm not a robot." Ein ausgefuchster Algorithmus überprüft dann die Angabe, er analysiert dabei das Userverhalten, etwa die Mausbewegungen. Die Maschine bewertet also, ob man ein Mensch ist. Ein bisserl ironisch ist das schon, oder?


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