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Die Glosse vom Falter

Falter & Meinung | aus FALTER 50/14 vom 10.12.2014

Zugegeben, sie war schon verbreiteter, doch es gibt sie im griesgrämigen Wien immer noch: die Carinthophobie, die Ablehnung alles Kärntnerischen. In den Salons des Wiener Juste Milieu wird man für jede noch so kleine politische Unkorrektheit der Barbarei bezichtigt. Nur den Kärntner, den darf man ohne Gnade zum Affen machen.

Eine Studie hat herausgefunden, dass dahinter nur Neid stecken dürfte. Eine IMAS-Umfrage hat ergeben, dass die Österreicher den Kärntner Dialekt für den sympathischsten im Land halten. "Des is ka Übaroschung", würde der Kärntner sagen. Übersetzt heißt das: Das ist keine Überraschung.

Noch eine Studie ging jüngst durch die Medien, und zwar über die Verweildauer auf Internet-Pornoseiten pro Bundesland. Der Wiener bleibt dort pro Besuch im Schnitt acht Minuten und 57 Sekunden. Der Kärntner ist weitaus effi zienter: acht Minuten und 15 Sekunden. Der Wiener wird diesen Triumph madig reden, doch wie weiß man im Süden: Da Neid is a Hund. (Der Neid ist ein Hund).


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