Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Weihnachtsgrätzel, Teil 2: der Rilkeplatz

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 50/14 vom 10.12.2014

Den Rilkeplatz, der seit 1902 immerhin fünf Namen hatte (zweimal davon Bertha-von-Suttner-Platz), gibt es heute ja kaum mehr. Der Straßenbahn-Highway der Wiedner Hauptstraße reduziert ihn auf ein schmales Dreieck, immerhin mit Weihnachtsbaum, immerhin ohne Punschstand und immerhin mit ein paar wirklich beachtlichen Adressen rundherum. Als da zuallererst der Nino Crupi wäre, der Sizilianer mit den hellblauen Augen, der vor elf Jahren ein kleines Geschäft eröffnete, in dem er die verdammt besten Orangen der Stadt verkauft. Derzeit gibt's noch Navellinas aus den familiären Plantagen am Fuß des Ätna, saftig, fruchtig, wunderbar, demnächst dann die Tarrocco, rot-orange mit fulminantem Aroma - das ist der Stoff, mit dem sich der Winter ertragen lässt, wert, dass man von jedem Punkt der Stadt anreist. Was es noch gibt: das beste, günstigste Olivenöl, Prosciutto, etwas Käse, eingelegtes Gemüse und derzeit natürlich Panettone. Hunderte davon.

Die gute Orange

Auch die nächste Adresse


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