IT-Kolumne

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Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 51/14 vom 17.12.2014

Mein neuer Held ist der Wiener Informatiklehrer Christian Haschek. Er hat ein Benotungssystem entwickelt, das sich an Videospielen orientiert. Die Schüler bekommen für ihre Leistungen im Unterricht sogenannte XPs (kurz für "Experience Points") und können online nachsehen, wie viele Punkte sie schon gesammelt haben und wie viele bis zur nächstbesseren Note fehlen. Dieses Punktesammeln ähnelt Games wie "World of Warcraft", wo man mit vielen XPs in ein höheres Level aufsteigt. Ein unglaublich motivierendes System.

Echt clever also, wenn Lehrer spielerische Anreize nutzen, das nennt man auch "Gamification". Im Standard behauptete Haschek, dass sein System die Schüler anspornt. Glaube ich ihm sofort - nicht nur, weil das Punktesammeln einen total antreibt, sondern auch, weil die Notenvergabe hier transparent erfolgt. Das Schlimmste sind nämlich die Wischiwaschi-Lehrer, die alles Mögliche in eine Note hineinrechnen. Nur nicht die Leistung.


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