Helfen und helfen lassen: Zivilcourage einfordern und Hilfsangebote nützen

Stadtleben | aus FALTER 51/14 vom 17.12.2014

Was tun, wenn man selbst Hilfe benötigt und von anderen Menschen Zivilcourage einfordern will? Sprechen Sie die Menschen, die Sie sehen, so gezielt wie möglich an: "Sie mit dem roten Hut und der grünen Tasche, bitte helfen Sie mir!" Je konkreter Sie es tun, desto wahrscheinlicher wird Ihnen geholfen.

Sind Sie in einer Notlage, weil jemand Sie bedroht, ist es zudem wichtig, Distanz zu schaffen. Die umstehenden Menschen müssen wissen, dass Sie den Angreifer nicht kennen. Erheben Sie dazu laut Ihre Stimme und wechseln Sie sofort vom "Du" zum "Sie", sofern Sie den Angreifer nicht ohnehin schon zuvor gesiezt haben: "Lassen Sie mich bitte in Ruhe, ich kenne Sie nicht!"

Sollten Sie jemandem helfen wollen, aber sich dazu nicht in der Lage fühlen, dann können Ihnen in den meisten Fällen die Einsatzkräfte weiterhelfen. Welches Blaulicht welche Nummer hat, kann einem in der Panik entfallen. Merkhilfe: Die Nummern sind alphabetisch gereiht -Feuerwehr (122), Polizei (133) und Rettung (144). Eine andere Zivilcourage-Nummer hat die Caritas installiert: Sollten Sie in den kalten Monaten obdachlose Menschen frieren sehen, melden Sie das dem Caritas-"Kältetelefon" unter Tel. 01/480 45 53.

Wer sich für gesundheitliche Notfälle wappnen will, sollte einen Erste-Hilfe-Kurs belegen - etwa beim Roten Kreuz. Die aktuelle Initiative "Drück mich!" klärt gerade niederschwellig im Internet auf, was bei einem Herzstillstand zu tun ist.

Sie sehen einen Obdachlosen frieren? Rufen Sie die Nummer des Caritas-Kältetelefons: 01/480 45 53

Wie reagieren, wenn jemand einen Herzstillstand erleidet? Die Initiative "Drück mich!" klärt auf - www.drueckmich.at


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