Weisungen und Zurechtweisungen

Ausgerechnet im Fall Meinl legt sich der mächtige Sektionschef Christian Pilnacek mit Staatsanwälten an

Politik | Porträt: Florian Klenk | aus FALTER 51/14 vom 17.12.2014

Christian Pilnacek ist der starke Mann hinter den amtierenden Justizministern. Wenn es in der Justiz so richtig brennt, dann rückt der Chef der Weisungs-und Straflegistiksektion aus, um die Sach-und Rechtslage zu erklären, manchmal auch mittels Untergriff. Pilnacek, ein gelernter Richter, kann ziemlich grob sein - er steckt aber auch gut ein.

Von seinen Kollegen wird der schneidige Jurist als brillanter Strafrechtler und als übernachtiger Workaholic beschrieben. Er entscheidet mit, welche clamorosen Causen vor dem Richter landen, er darf mitbestimmen, wer Kronzeuge wird, und er schreibt die wichtigen Gesetzesnovellen: etwa die Strafprozessnovelle, die Staatsanwälten Beine machen sollte. Oder das neue Strafrecht, das die Gefängnisse entlasten sollte. Und das neue Weisungsrecht, das Ankläger zwar nicht von Weisungen des Ministers, aber von Berichtspflichten befreit.

Pilnacek hat sich in den letzten Jahren - auch dank schwacher Justizministerinnen - den Ruf eines ehrgeizigen Fachmanns

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