Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Weihnachtsgrätzel, Teil 3: der Neue Markt

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 51/14 vom 17.12.2014

Der Neue Markt ist eigentlich ein wahnsinnig schöner Platz, wovon man heute allerdings recht wenig sieht, da überdimensionaler Park- und Taxistandplatz. Und er hat auch eine lange kulinarische Geschichte. So wurde hier bis ins 19. Jahrhundert mit Mehl gehandelt, 1896 wurde auf Nr. 2 das Hotel Meissl & Schadn errichtet, nicht nur Ort des Attentats auf Ministerpräsident Karl Stürgkh, sondern auch legendäres Rindfleischlokal, in dem 24 verschiedene Sorten von Gesottenen serviert wurden. Und auf Nr. 10-11 war seit 1897 die Delikatessenhandlung Wild, 2001 machte sie dicht, wird bis heute schmerzlich vermisst, im Hotel Ambassador auf Nr. 5 versuchte sich Toni Mörwald einige Jahre mit einem City-Restaurant.

Einst 24 Sorten Rindfleisch

Heute ist es hier verhältnismäßig ruhig, gerade ein einziges Punschstandl der Rotarier steht da am Donnerbrunnen. Und vor einem halben Jahr eröffnete das Bio-Fastfood-Lokal mit orientalischem Hintergrund namens Momen, in dem man halal geschlachtetes Rind


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