Licht ins Dunkel der Kinderpsychiatrie

Nach den Falter-Enthüllungen über den Steinhof lässt die Stadt die jüngste Geschichte endlich aufarbeiten

Politik | Nachschau: Barbara Tòth | aus FALTER 51/14 vom 17.12.2014

Es waren erschütternde Zustände, die die zwei Kinderkrankenschwestern Ilse Walch und Elisabeth Pohl im Falter nach und nach offenbarten: Behinderte Kinder sollen noch bis in die 1980er-Jahre in der Psychiatrie am Otto-Wagner-Spital massiv misshandelt worden sein. Sie seien verwahrlost und unterernährt gewesen, man habe sie mit Fetzen geschlagen und einfach weggesperrt, erzählten die ehemaligen Pflegerinnen.

Sie wollten nach den spät, aber doch aufgearbeiteten Skandalen vom Kinderheim Wilhelminenberg endlich auch ihr Schweigen brechen und eine benachbarte Wiener Institution in den Fokus rücken: den Steinhof

Die Schilderungen der Kinderkrankenschwestern warfen eine grundsätzliche Frage auf: Hatten die Misshandlungen System -und wenn ja, wer im roten Wien hatte davon gewusst und es zu verantworten?

Diese Frage harrt bis heute einer wissenschaftlichen Aufarbeitung. Nun soll sie - nach medialem und politischem Druck - endlich erfolgen. Hemma Mayrhofer, Soziologin am Wiener Institut für


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