Ist Niavaranis "Richard" auch was für Theaterfans?

Ein Versuch, die enorm erfolgreiche Shakespeare-Komödie des Kabarettstars als Theateraufführung zu bewerten

Feuilleton | Theaterkritik: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 51/14 vom 17.12.2014

Diese Rezension ist im Grunde lächerlich. Als Michael Niavaranis Shakespeare-Komödie "Die unglaubliche Tragödie von Richard III." nach 35 (!) Voraufführungen nun endlich offiziell Premiere hatte, war die Sache längst gelaufen.

Kommerziell ist das Konzept aufgegangen: 54.000 Karten wurden bisher verkauft, das millionenschwere Projekt befindet sich bereits in der Gewinnzone. Können 54.000 Niavarani-Fans irren? Als Theaterkritiker kommt man sich hier wie ein Spielverderber vor. Offen ist nur noch eine Frage: Ist dieser "Richard III." auch für Leute relevant, die sich für Shakespeare und Theater interessieren? Der Falter-Kritiker stellt die Produktion auf den Prüfstand.

Bühne: Das extra in die riesige Marx Halle gebaute Theater nennt sich "Globe Wien" und zitiert Shakespeares Globe Theatre in London. Die Mikroports der Schauspieler und die 1000-Plätze-Zuschauertribüne sind nicht authentisch, die schlichte Shakespeare-Bühne schon eher: Ob die Szene den Thronsaal oder ein Schlachtfeld


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