Die Glosse vom Falter

Punkterl

Falter & Meinung | aus FALTER 51/14 vom 17.12.2014

Diesmal in Wattenberg, Tirol. Eine 18-Jährige wollte via Facebook zur Party im kleinen Kreis einladen. Sie hatte ein paar Facebook-Einstellungen übersehen und als die Gastgeberin die Tür öffnete, galoppierte eine Horde von über 100 Adoleszenten ins Haus. Ihr Vater soll erhebliche Schwierigkeiten gehabt haben, die Jugend wieder hinauszubugsieren. Es sei zu "tumultartigen Szenen" gekommen, berichtet die Tiroler Polizei.

Für Facebook gilt jedenfalls die Unschuldsvermutung. Der verantwortungsbewusste Konzern gab nun bekannt, Betrunkene vor sich selbst schützen zu wollen. Eine Software soll es Usern erschweren, Rauschselfies von sich hochzuladen. Nach Busenbildern verstoßen also auch Schnapsnasen gegen den guten Internetgeschmack.

Weniger graust es das kalifornische Unternehmen vor den Köpfungsfotos des Islamischen Staates. Diese sind weiterhin erlaubt, sofern die Henker auf den Selfies nicht allzu besoffen dreinschauen. Und niemand auf dem Foto seinen Busen herzeigt.


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