So greifen Sie ein

Fünf brenzlige Situationen aus dem Alltag. Eine Handlungsanleitung von Zivilcourage-Trainer David Urschler

Stadtleben | aus FALTER 51/14 vom 17.12.2014

Sexismus

Eine Frau wird von mehreren Männern in einem Lokal belästigt

Zuerst abklären, ob andere Leute in der Nähe sind, die einen unterstützen können. Wenn niemand da ist, Notruf absetzen, also die Polizei verständigen und warten, bis sie kommt. Andernfalls Anwesende ansprechen und ihnen klarmachen, dass man der Frau helfen muss. Schreitet man schließlich ein, sollte man sich auf das Opfer konzentrieren. Die Täter werden ignoriert, um ihnen keine Angriffsfläche zu bieten, also sie keinesfalls körperlich angreifen oder beschimpfen. Würde man einen der Täter beispielsweise am Arm packen, würde sich dieser plötzlich als Opfer fühlen. Das kann den Täter aggressiv machen, weil er sich dadurch in die Ecke gedrängt fühlt. Die Folge wäre eine weitere Eskalation.

Statt sich mit den Tätern zu beschäftigen, auf die Frau zugehen und sie fragen, ob alles in Ordnung ist. Wenn sich ein Täter einmischt - bei sexueller Belästigung kommt hier oft das Argument, man sei mit der Frau liiert


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