DER GUTE STAAT

Der Staat ist ein schlechter Unternehmer? Das ist nur ein wirtschaft sliberales Märchen. Ökonomen entdecken längst den Nutzen des Staates für die Wirtschaft

Politik | Von Robert Misik | aus FALTER 51/14 vom 17.12.2014

Was kann der Staat? Darüber gehen die Meinungen auseinander, aber sehr häufig sind die Deutungen nur verschiedene Varianten von: nicht viel. Das gilt natürlich zunächst und primär für Wirtschaftsfragen. Da ist der wirtschaftsliberale Mainstream der Meinung, dass der Staat ohnehin nur Schaden anrichtet und die Innovationskraft des freien Unternehmertums hemmt, während die - nennen wir sie jetzt einmal - "keynesianische Mitte" einwenden würde, dass der Staat zwar gewiss dazu tendiert, ein bürokratisches Monstrum zu sein, man aber seine Regulierungen zwecks Vermeidung von Katastrophen benötigt und man ihn im Notfall braucht, um kollabierende Banken zu retten oder eine abschmierende Konjunktur anzukurbeln. Außerdem kann er sich mit Anreizen nützlich machen, um das Handeln der Wirtschaftsakteure zu beeinflussen. Aber selber handeln sollte er natürlich eher nicht. Denn Wirtschaft, das könnte "die Wirtschaft" vulgo die Unternehmen besser.

Geht es zudem um das weitere Feld des Gesellschaftlichen,


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