Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Wien-Wahl: Neos hat die Programmatik, aber noch keine Kandidaten

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 51/14 vom 17.12.2014

Wien wird der wichtigste Schauplatz für die Neos im Wahljahr 2015. Es ist fruchtbarer Boden, den die Pinken hier beackern: Bei der Nationalratswahl im vergangenen Jahr ernteten sie in Wien 7,6 Prozent; damit lagen sie deutlich über dem Bundesergebnis von 5 Prozent.

Vergangenes Wochenende haben rund 150 Mitglieder der Wiener Landesgruppe nun das programmatische Unterfutter für den anlaufenden Wahlkampf beschlossen, die sogenannten "Positionspapiere". Basis dafür waren 16 Themengruppen - von Wirtschaft bis Bildung -, die in den vergangenen Monaten unter Einbindung von Bürgern erstellt worden waren.

Vom Privatisierungsthema werden die Neos im Wien-Wahlkampf allem Anschein nach die Finger lassen. Schon in der EU-Wahl erwies sich das Thema als Stolperstein, der die Partei in eine mittlere Krise stürzte. Stattdessen will Neos-Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger auf die Themen Bildung, Bürgerbeteiligung und das Wiener Wahlrecht setzen.

Wer für die Neos ins Rathaus ziehen soll, ist noch ungewiss. Bis Mitte Jänner wollen die Pinken noch Kandidaten für die Kommunalwahl ködern. Angesichts des überdurchschnittlich hohen Männeranteils im Nationalrat bevorzugt gesucht: Frauen.


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