Theater Kritik

Auch nach mehr als 40 Jahren noch frisch

Lexikon | Martin Lhotzky | aus FALTER 51/14 vom 17.12.2014

Peter Turrini kommt, scheint's, aus dem 70er-Feiern gar nicht mehr heraus. Im winzigen Schwarzen Salon des Volkstheaters spielt man jetzt "Rozznjogd", jenen als "Unstück" verunglimpften Einakter, dessen Uraufführung an ebendiesem Hause ihm 1971 den Durchbruch bescherte. Die erste Verabredung des Burschen (rabiat: Jan Hutter) und des Mädels (etwas unterkühlt: Daniela Golpashin) auf einer irgendwie postapokalyptischen Mistgstätten ist nach wie vor packend und im Grunde tieftraurig. Das Einander-"wirklich"-Kennenlernen fängt mit der Sichtung der Habseligkeiten an, hört aber beim Seelenstrip noch lange nicht auf. Statt "Schilling" heißt es jetzt halt "Euro", sie trägt ein Bild von Brad Pitt bei sich, aber sonst endet alles wie damals.

Volkstheater, Mi (17.12.), Do (18.12.) 19.30


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