Zu viel Macht in einer Hand?

Der ORF plant einen großen, multimedialen Newsroom. Die Redakteure befürchten vor allem eines: weniger Unabhängigkeit

Bericht: Ingrid Brodnig | Medien | aus FALTER 51/14 vom 17.12.2014

Es ist ein höflich formuliertes Dokument, und doch machen die vorsichtig gestellten Fragen eines deutlich: Im ORF herrscht Unruhe bei den Journalisten der Fernseh-, Radio- und Onlineredaktionen. Sie sollen künftig in einem großen, trimedialen Newsroom zusammenarbeiten, auch eine neue Struktur für den Rundfunk ist geplant. Generaldirektor Alexander Wrabetz wird diese Woche im Stiftungsrat, dem Aufsichtsgremium des ORF, die Empfehlungen der Beraterfirma Boston Consulting Group zum neuen Organisationsschema vorstellen.

Schon vorab haben ORF-Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen Fragen erarbeitet, die auf Risiken einer neuen Struktur hinweisen sollen - sie nennen ihr freundlich formuliertes Dokument "Checkliste zur journalistischen Qualität". Der wohl wichtigste Satz lautet: "Besteht die Gefahr politischen Missbrauchs?"

Angst vor der Gleichschaltung "Es wäre demokratiepolitisch gefährlich", so liest man im Dokument, "würde eine Person zentral die politische Berichterstattung aller

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