"Ich bin der Missionar des Zweifels"

Der Satiriker Herbert Feuerstein war der TV-Knecht von Harald Schmidt. Nun liegen seine Memoiren vor. Ein großer Skeptiker über seinen Meister, LSD, die Kronen Zeitung und den fatalen Streit mit Thomas Bernhard


GESPRÄCH: MATTHIAS DUSINI
Feuilleton | aus FALTER 52/14 vom 24.12.2014


Foto: Aus dem besprochenen Band

Foto: Aus dem besprochenen Band

Er bekomme es mit der Angst zu tun, sagt der Satiriker Herbert Feuerstein während des Telefonats. „Sie haben ja mein Buch tatsächlich gelesen!“ Der 77-jährige Entertainer, dessen Memoiren nun in Buchform vorliegen, wurde Anfang der 1990er-Jahre als überdrehter TV-Assistent von Harald Schmidt bekannt. Nur wenige kennen sein Vorleben.

Nach dem Klavierstudium am Salzburger Mozarteum tauchte Feuerstein in die Wiener Künstlerbohème ein und fuhr Anfang 20 mit einem One-Way-Ticket nach New York, wo er sich als Journalist bei deutschsprachigen Zeitungen durchschlug. Zurück in Europa, leitete er den Verlag Bärmeier und Nikel (B&N), der etwa Werke des Grazer Autors Wolfgang Bauer und die linke Satirezeitschrift Pardon publizierte.

Von 1973 bis 1992 war Feuerstein Chefredakteur des Jugendmagazins Mad. In den letzten Jahren arbeitete Feuerstein vor allem für Theater und Opernhäuser und spielte in Kinofilmen mit, etwa in Romuald Karmakars „Manila“. Seine Memoiren zeichnen das Bild eines scharfsinnigen Stoikers, der die Abgründe des Daseins mit Ironie bewältigt.

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