Kommentar Rubelkrise

Putin glaubt, nicht Geld regiert die Welt, sondern er. Ein Irrtum

REINHOLD KNOLL | Falter & Meinung | aus FALTER 52/14 vom 24.12.2014

Ausnahmsweise ist Russlands Präsident Wladimir Putin nicht schuld an der Währungskrise. Nach dem Fund von Erdgas in Amerika gerieten die arabischen Ölproduzenten unter Druck. Aus Angst ums Geschäft senkten sie die Preise. Das traf Russland unvorbereitet.

Der Sturz des Rubels ins Bodenlose und die vergeblichen Stützungen der Zentralbank waren allerdings von seltsamen Vorgängen begleitet: Knapp zuvor wurden Ölaktien aufgelegt, um Schulden decken zu können. Der Erlös wurde sofort in Dollar angelegt.

Somit waren die Schulden wie durch ein Wunder um zwei Drittel ihres Werts geschmolzen. Gleichzeitig war verlautbart worden, der Rubel würde dank der Stützungen bald wieder stabil sein.

Putin steht nun am Pranger, denn beim KGB waren die Lektionen in Volkswirtschaft schlecht. Er hatte den alten Staatskapitalismus nicht von Grund auf modernisiert.

Das Riesenvermögen der Konzerne war kaum zur Modernisierung der Industrien verwendet worden. Hingegen war sogar ein vormaliger russischer Beamter

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