Stadtrand Urbanismuskolumne

Einstürzende Altbauten

Stadtleben | Birgit Wittstock | aus FALTER 52/14 vom 24.12.2014

Schön langsam fällt es echt schon ein bissl auf, das muss man schon mal sagen: Alleine im Dezember mussten drei Gründerzeithäuser evakuiert werden, weil sie als einsturzgefährdet galten, beziehungsweise kurz darauf tatsächlich einstürzten. Nicht besonders vertrauenserweckend. Nach dem jüngsten Hauseinsturz auf der äußeren Mariahilfer Straße in Rudolfsheim-Fünfhaus -übrigens in bester Nachbarschaft jenes Zinshauses, das im April explodierte - wird nun so mancher Riss im heimischen Gemäuer mit Argwohn beäugt. Auch wenn die verbliebenen Hausmeisterinnen der Stadt jetzt händeringend Einsturzszenarien heraufbeschwören und Bruchstellen vermessen, ist dies noch lange kein Grund zur Panik, denn nicht jeder Sprung deutet auf morsche Bausubstanz hin.

Was jedoch auffällt, ist, dass die betroffenen Gebäude allesamt in eher günstigen Wohngegenden stehen und zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs meist gerade Bauarbeiten stattfanden. Zumindest ein Einsturz soll nachweislich auf die Kappe einer Baufirma gehen. Kurz gesagt: Her mit der Baupolizei!

Birgit Wittstock fürchtet sich nicht vor einstürzenden Altbauten, denn sie wohnt nicht in der Gründerzeit


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