Kampf um Hainburg

Eine Reportage aus dem Dezember 1984


VON ARMIN THURNHER
Politik | aus FALTER 52/14 vom 24.12.2014

Die schnelle Strecke am rechten Donauufer entlang bietet das geeignete Vorspiel vor Morgengrauen. Die Uhren der Simmeringer Gasometer leuchten, am Fernheizwerk glühen rote Lämpchen. Die Raffi nerie Schwechat funkelt im kalten Schein von hunderten weißen Lichtern, ein östliches Klein-Jersey. Irgendwo hinter Fischamend steht ein Bulldozer im Dunkel. Keiner hindert ihn daran, sich für die Verlängerung der Ostautobahn vorzuwühlen. Maria Ellend, Regelsbrunn, Petronell. Die Straße wird schmaler, krümmt sich als Allee, Römerstraße von einst, Deutsch Altenburg, über dem Hundsheimer Kogel wird der Himmel rot. Auf der Marchegger Brücke ist es noch dunkel an diesem Montag, dem 10. Dezember, um halb sieben in der Früh.

Gendarmerieautos sperren die Abfahrt zum Damm, wir fahren über Stopfenreuth, vorbei an der Organisationszentrale der Au-Besetzer, den Damm entlang bis unter die Donaubrücke. Dort hält uns die Gendarmerie auf. Ungefähr 50 Besetzer haben sich versammelt, um die Einfahrt

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