Chinesisch für Dreijährige? Lasst die Kinder in Ruhe!

Herbert Renz-Polster plädiert dafür, dass Eltern die Erziehung ihrer Kinder nicht dem Primat der Leistungsgesellschaft unterwerfen sollen

Politik | REZENSION: KIRSTIN BREITENFELLNER | aus FALTER 52/14 vom 24.12.2014

Was uns als die beste Erziehung erscheint, hat wenig damit zu tun, wie Kinder sind und was sie brauchen, sondern vielmehr damit, für was sie einmal gebraucht werden, meint der Kinderarzt und Publizist Herbert Renz-Polster. "Die Kindheit ist unantastbar. Warum Eltern ihr Recht auf Erziehung zurückfordern müssen" lautet der Titel seiner neuen Streitschrift.

Sein Ziel: Eltern die Augen über die Mit-Erzieher ihrer Kinder zu öffnen, denn das sind seiner Meinung nach nicht nur die berüchtigten Peer-Groups der Altersgenossen, sondern vor allem jene, die an einem bestimmten zukünftigen Beitrag der Kinder interessiert sind -sei es zur Sicherung eines Standorts oder einer Staatsidee, sprich, die Wirtschaft und die Politik.

Im Fokus steht dabei das neue öffentliche Interesse an der Frühpädagogik mit Paradigmen wie "Je früher in die Krippe, desto besser" und "Das Wichtigste ist, die kognitiven Fähigkeiten zu erweitern, bevor sich das Zeitfenster dafür wieder schließt".

Hinter solchen Ansagen,


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