Schluss mit lustig: Wie ein Trinker die große Liebe verabschiedet und das Glück findet

Feuilleton | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 52/14 vom 24.12.2014

Stellen Sie sich vor, wie Sie ein Walnussbrot aufschneiden, einen provenzalischen Ziegenkäse aus dem Einschlagpapier nehmen, ein paar Muskattrauben dazulegen und sich einen kalifornischen Pinot Noir ins Glas gießen. Wie Sie das Glas zum Mund führen, das weiche Aroma einatmen, einen Schluck nehmen und kurz darauf spüren, wie jenes warme Gefühl der Entspannung durch Ihren Körper fließt."

Na? Genau. Fast jeder kennt dieses Gefühl. Für gar nicht so wenige beginnt mit solch genussvollen Momenten eine lange Liebesgeschichte. In den meisten Fällen verläuft sie alles andere als glücklich, sondern qualvoll. Sie sorgt für Depressionen und Aggressionen, vernichtet Beziehungen und findet bisweilen erst mit dem Tod des Alkoholabhängigen ihr Ende.

Der deutsche Journalist Daniel Schreiber war jahrelang in dieser Spur unterwegs - als einer, der dem Trinken zur Entspannung von Haus aus nicht abgeneigt war; bei dem es nie bei dem berühmten "Glas zum Essen" blieb; der eine Zeitlang mit einer


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige