Das ist ein beinhartes Proteststück

Klassenkampf forever: Fast 40 Jahre danach wird das Pop-Oratorium "Proletenpassion" wieder ausgegraben

Feuilleton | WERKGESCHICHTE: WOLFGANG KRALICEK, GERHARD STÖGER | aus FALTER 03/15 vom 14.01.2015


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Die Bühne im Meidlinger Werk X sieht aus, als wäre gerade eine Demo durchgezogen. Der Boden ist mit Flugzetteln übersät, die Wände sind mit handgemalten Transparenten tapeziert. „Friede den Hütten, Krieg den Palästen!“, „Ob Kinder oder keine entscheiden wir alleine!“ oder „Vive la Commune!“ lauten die Parolen. Kein Zweifel: Hier wird gerade ein beinhartes Proteststück geprobt.

Fast 39 Jahre nach der Uraufführung bringt die fast 39-jährige Regisseurin Christine Eder die legendäre „Proletenpassion“, eine Art Klassenkampf-Oratorium der Wiener Folkband Schmetterlinge, wieder auf die Bühne (Premiere: 22. Jänner). Die Musik wird von der Wiener Polit-Chansonette Gustav und dem Hamburger Diskurspopper Knarf Rellöm radikal entstaubt.


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