Eins auf die Mütze

Haube, Schlumpf und Bohnenhut: Auf der Suche nach der idealen Kopfbedeckung

Stadtleben | HAUBENSCHAU: CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 03/15 vom 14.01.2015

Okay, man war in diesem Outletcenter. Hat eine Menge Spaß gehabt und fast nichts gekauft, weil man versucht, nach der Maxime der britischen Mode-Ikone Vivienne Westwood zu leben: Kauf weniger, wähl bedacht, behalt es lange. Im Outlet eines französischen Luxuslabels kasperte man mit Kopfbedeckungen herum, die einerseits wie die Ausstattung für Marsexpeditionen (Daunen), andererseits wie schlecht sitzende Dragqueen-Perücken (Fell) aussahen.

Welcher modisch herausgeforderte Mensch trägt so etwas freiwillig? Also nicht nur, weil so eine Designerhaube statt 800 nur noch 300 Euro kostet. Oder weil gerade Fasching ist - was kostet die Welt! Manchmal schärft aber auch so ein Erlebnis den Blick.

Zum Beispiel dafür, dass auch in dieser Stadt sehr viele erwachsene Personen Mützen mit Tierohren tragen. Als wir uns an diese scheußlichen Jugendhauben mit dem neonpinken Zottelfell gewöhnt hatten, waren sie auch schon wieder over. Tja, keiner will mehr ein Eisbär sein, so ist das hier im Block.


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