Menschenrechte -nur ein Projekt der westlichen Welt?

Ein Sammelband diskutiert, wie die internationale Gemeinschaft den Menschenrechten über den Westen hinaus Geltung verschaffen könnte

Politik | REZENSION: RUDOLF WALTHER | aus FALTER 03/15 vom 14.01.2015

Die Menschenrechte sind der Ernstfall. So viel können auch Skeptiker und Zyniker der Geschichte des letzten Jahrhunderts entnehmen. Unter dem Titel "Demokratie, Pluralismus und Menschenrechte. Transkulturelle Perspektiven" präsentiert der in Kassel lehrende Philosoph Sarhan Dhouib 15 Beiträge zu diesem Thema. Nicht weniger als acht der Autoren stammen aus Nordafrika und dem Nahen Osten und bürgen dafür, das Versprechen des Untertitels auf eine kulturübergreifende Darstellung einzulösen.

Das ist alles andere als selbstverständlich, denn aus der fraglos universellen Geltung von Menschenrechten wird oft kurzgeschlossen, damit erübrige sich eine differenzierte Analyse, welche Formen von Demokratie und Pluralismus mit dem universellen Anspruch der Menschenrechte vereinbar sind.

Die Herausforderungen für den universellen Anspruch der Menschenrechte resultieren aus Relativierungen in "historistischer, naturalistischer und kulturalistischer" Art, so der tunesische Jurist Yadh Ben Achour.


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