Theater Kritiken

100 Jahre Polen: Mama, Papa, Kommunismus

Lexikon | SARA SCHAUSBERGER | aus FALTER 03/15 vom 14.01.2015

Den Titel hätte man vielleicht noch einmal überdenken sollen: "Die Gebärmutter" heißt das Stück der Polin Maria Wojtyszko, und ja, es handelt von Schwangerschaft, aber eigentlich will es die gesamte Geschichte Polens der letzten 100 Jahre aufrollen. Die junge Studentin Wiktoria (Samantha Steppan) erwartet ungeplanterweise ein Kind und geht ihrer Familiengeschichte auf den Grund. Die Oma war gegen die Nazis, die Mutter gegen die Kommunisten, und die Tochter beschäftigt sich mit Genderthemen. Realismus trifft auf Surrealismus, und so hat auch die Gebärmutter ihren Auftritt. Neun Monate Schwangerschaft sind eine lange Zeit, der Inszenierung von Christoph Prückner hätte etwas Straffung gutgetan.

Theater Brett, Fr, Sa, Di-Do 20.00 (bis 7.2.)


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