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Blackberry besinnt sich auf seine alten Erfolgsrezepte

Medien | PRÜFBERICHT: THOMAS VAŠEK | aus FALTER 03/15 vom 14.01.2015

Ein Touchscreen genügt. Mechanische Bedienhilfen wie Tastaturen, Scrollräder oder Trackpads braucht kein Mensch mehr. So lautet die gängige Smartphone-Design-Philosophie. Nur Blackberry hält tapfer dagegen. Das neue Modell Blackberry Classic (429 Euro) verfügt nicht nur über die bewährte Tastatur, sondern auch über ein Trackpad und vier weitere Tasten für wichtige Funktionen. Der Name "Classic" drückt es aus: Der in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Hersteller besinnt sich auf seine alten Erfolgsrezepte, nachdem man zwischenzeitig auf Abwege geraten war.

Beim Q10-Modell etwa meinte man, auf das Trackpad verzichten zu können, schließlich habe das Gerät ja einen Touchscreen. Doch das war ein Fehler. Ein Trackpad ist auch trotz Touchscreen sinnvoll, etwa beim Scrollen durch Menüs und Dokumente. Beim relativ kleinen Blackberry-Display (3,5 Zoll) wäre es mühsam, nur per Finger-Touch zu navigieren.

Wie bei früheren Blackberry-Geräten gibt es zudem verschiedene Shortcuts, um bestimmte Funktionen auszuführen. So kann man mit einem langen Druck auf die Q-Taste das Profil des Geräts auf stumm schalten. Insgesamt hat man den Eindruck, der Hersteller hat sich diesmal wirklich auf seine Stärken konzentriert. Auch mit seinem Edelstahlrahmen vermittelt der "Classic" das Gefühl von Gediegenheit und Solidität, wie man es von früheren Modellen kennt. Ein Smartphone für Profis, ohne Schnickschnack, aber durchaus auf der Höhe der Zeit.

Thomas VaŠek ist Journalist und Buchautor in München


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