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Ein barocker Roman von nicht einmal 200 Seiten

Lexikon | SF | aus FALTER 03/15 vom 14.01.2015

Die österreichische Autorin Anna-Elisabeth Mayer (Jg. 1977) legt ihren zweiten Roman vor. Im Zentrum des Geschehens steht der historisch verbürgte Arzt und Anatom Guillaume Rondelet, der im Frankreich des 16. Jahrhunderts mit den Konventionen von Wissenschaft und Gesellschaft in Konflikt gerät und Neider und Rivalen gegen sich aufbringt. Auch mit Spannungen innerhalb seiner Familie bekommt es der kompromisslose Forscher zu tun. Anna-Elisabeth Mayer schreibt keine historisierende Genre-Prosa, sondern aus einer gegenwärtigen Perspektive - und sie hat zwar einen barocken Roman verfasst, der sprachlich aber erfreulich zurückhaltend wirkt und mit weniger als 200 Seiten auskommt. Hier hat eine Erzählerin ihren Weg früh gefunden.

Alte Schmiede, Mi 19.00


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