Radio FM40

FM4 ist der junge Sender des ORF und wird zunehmend von Erwachsenen gehört. Eine kritische Hommage zum 20. Geburtstag.

AUF EMPFANG: SEBASTIAN FASTHUBER | Medien | aus FALTER 04/15 vom 21.01.2015


Foto: FM4

Foto: FM4

Der Bass prescht mit einem groben Funkriff los. Schlagzeug und Gitarre ziehen nach, dazu eine kreischende Rapstimme. Der Crossover-Hit „Sabotage“ der Beastie Boys war vor 20 Jahren der erste Song, der auf FM4 lief.

Besser, lauter, lässiger hätte es kaum beginnen können. Als „Sabotage“ am 16. Jänner 1995 nach dem allerersten FM4-Piepsen ertönte, klang es wie ein Weckruf. Dieser wurde von vielen jungen Menschen erwartet und gehört. Mit roten Backen verfolgte auch ich den Start von FM4 vor dem Radiogerät. Endlich bekam Österreich einen jungen Kanal für alle, die Ö3 langweilte.

Der Zeitpunkt war gut, um einen alternativen Radiosender zu starten. Der Britpop hatte seine Hochblüte erreicht, der US-Hip-Hop mit Acts wie Wu-Tang Clan oder Busta Rhymes ebenso. In Deutschland kam der Diskurspop auf, der bekiffte Trip-Hop von Portishead, Tricky & Co war ebenso wenig zu überhören wie etwas später der harte Drum ’n’ Bass, und Techno wurde langsam auch abseits von Raves salonfähig.

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