Nie wieder Klassenkasperl

Wann wird der Wiener Unterhaltungskünstler Gerald Votava endlich der Star, der er längst sein müsste?

Feuilleton | PORTRÄT: WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 04/15 vom 21.01.2015

Eigentlich müsste Gerald Votava längst ein Star sein. Wenn der Mann eine Bühne betritt, ist er dem Publikum auf Anhieb so sympathisch, dass er nichts mehr falsch machen kann. Abgesehen davon macht er sowieso wenig falsch, und seine Talente sind vielfältig.

Votava arbeitete gleichzeitig als Moderator bei Ö3 und als Komiker bei FM4, er schreibt ergreifende Songs, aber auch die Moderationstexte für die biedere Festwochen-Eröffnung auf dem Rathausplatz. Der Schauspieler Gerald Votava wiederum gab in Paul Harathers saukomischer ORF-Serie "Schlawiner" den Zwangsneurotiker Walter und gehört im Rabenhof zu den Stützen des Ensembles.

Interessanterweise aber ist der 45-jährige Wiener immer noch kein Star. Von seinem zweiten Kabarettprogramm "Narzissmus und Tiere", das am 23. Jänner im Stadtsaal Premiere hat, sind vorerst nur vier Vorstellungen angesetzt. Für einen Künstler mit seinen Qualitäten erscheint das bescheiden. Aber als Kabarettist ist Votava noch ein ziemlich unbeschriebenes


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